Monatliches Archiv: "Juni 2016"

Ein Brief aus den 1970er Jahren als Testament?

Das eigenhändige Testament ist billig, beliebt und brandgefährlich! Gleiches traf immer schon auf den Liebesbrief zu, vor dem der erfahrene Erbrechtspraktiker nicht minder zu warnen hatte, jedenfalls so lange noch die handschriftlich erstellte und gefertigte Version verbreitet war. Dadurch sind nämlich die formellen Gültigkeitsvoraussetzungen einer letztwilligen Verfügung an sich erfüllt. In Zeiten virtueller Kommunikation mag […]

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Vaters Häuschen und der Töchter Erbschaft

§ 21 ABGB normiert ganz unmissverständlich: „Minderjährige und Personen, die aus einem anderen Grund als dem ihrer Minderjährigkeit alle oder einzelne ihrer Angelegenheiten selbst gehörig zu besorgen nicht vermögen, stehen unter dem besonderen Schutz der Gesetze.“ Danach haben sich alle zu richten und speziell jene Personen, denen die Obsorge über Kinder oder die Sachwalterschaft für […]

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Ein Zettel mit der Überschrift „Testament“

Die Fürsorglichkeit potenzieller Erben im Umgang mit der Errichtung und Bewahrung letztwilliger Verfügungen zu ihren Gunsten ist kaum zu überbieten. Sie erstreckt sich nicht selten auch auf medizinische Diagnosen und rechtliche Expertisen, wenn es darum geht, dem künftigen Erblasser später die Testierfähigkeit oder seinen handschriftlichen Aufzeichnungen jedwede Testamentstauglichkeit abzusprechen. Lästigerweise ist dieser Hang zur Privatbegutachtung […]

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Keine Hochzeit und keine wilde Ehe mit Frau Mary I.!

Sehr selten, manchmal aber doch, zeigt das Erbrecht seine lyrische Seite mit einer Vehemenz, die auch an sich unsentimentale Erbrechtspraktiker veranlasst, die Lesebrille beiseite zu legen, ein Stündchen inne zu halten und über die Kraft der Liebe nachzudenken. In der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 14.02.1951, 1 Ob 722/50, verbirgt sich so eine Geschichte, wie […]

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