Stichwort Archiv: "Erben und Schenken"

Keine Hochzeit und keine wilde Ehe mit Frau Mary I.!

Sehr selten, manchmal aber doch, zeigt das Erbrecht seine lyrische Seite mit einer Vehemenz, die auch an sich unsentimentale Erbrechtspraktiker veranlasst, die Lesebrille beiseite zu legen, ein Stündchen inne zu halten und über die Kraft der Liebe nachzudenken. In der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 14.02.1951, 1 Ob 722/50, verbirgt sich so eine Geschichte, wie […]

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Steueroptimales Timing bei Erbschaften

Jede Erbschaftsabwicklung bedeutet emotionalen Stress. Alle Beteiligten wünschen sich, möglichst nicht in Streit zu geraten und die Angelegenheit rasch über die Bühne zu bringen. Das ist verständlich und vom Grundgedanken her auch vernünftig. Allerdings lassen sich eine Vielzahl in übertriebener Eile getroffener Entscheidungen im Nachhinein nicht mehr revidieren. Umgekehrt kann aber auch jeder Aufschub der […]

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Erbteilungsklage zur Streitvermeidung?

Erbrechtliche Auseinandersetzungen entwickeln sich nicht selten aus dem Machtvakuum, das der Erblasser hinterlassen hat. Mehr oder weniger plötzlich muss sich sein soziales Umfeld arrangieren, gilt es unterschiedlichste Interessen abzudecken und Hierarchien neu zu entwickeln. Häufig lassen in dieser konfliktgeladenen Situation gerade die schwächsten Mitglieder der Familie nichts unversucht, schwelende Probleme durch übertrieben selbstloses Verhalten abzufedern. […]

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Pflichtteilsminderung NEU ab 01.01.2017!

Eine der umstrittensten, potenziell unfairsten und streitgeneigtesten Bestimmungen des österreichischen Erbrechts sieht in § 773a ABGB die Möglichkeit einer außerordentlichen Pflichtteilsminderung auf die Hälfte vor. Sie wird hauptsächlich von Vätern in Anspruch genommen, die sich ohnehin zu Lebzeiten nicht um ihre „ledigen“, unehelichen oder außerehelichen Kinder gekümmert haben. Selten greifen Mütter oder Kinder im Verhältnis […]

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2. Auflage „Österreichisches Verlassenschaftsverfahren“ soeben erschienen!

Das österreichische Verlassenschaftsverfahren hat eine lange, bis weit in die Monarchie zurückreichende Tradition. Ungeachtet aller historischen Umwälzungen, Erfahrungen und Novellen wurde bis heute sein rechtsfürsorglicher Charakter beibehalten. Das unterscheidet es beispielsweise vom deutlich schlanker und straffer gestalteten deutschen Nachlassverfahren (Erbscheinverfahren), wo man die erbliche Gesamtrechtsnachfolge gänzlich ohne die Mithilfe eines Gerichtskommissärs und ohne förmlichen Einantwortungsbeschluss […]

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