Stichwort Archiv: "Erbrechtsänderungsgesetz"

Cleverer Enkel holt sich Pflichtteil des enterbten Vaters

Wer von seinen gesetzlichen Erben besonders schlecht behandelt wird, kann sie enterben und ihnen testamentarisch den Pflichtteil entziehen. Von dieser Möglichkeit hat ein offenbar sehr vermögender Herr Gebrauch gemacht, nachdem er von seinem drogenabhängigen Sohn massiv bedroht und verprügelt worden war. Im strafrechtlichen Urteil des Amtsgerichts Hagen vom 14.01.1987 ist die Rede von mehrfachen Schlägen […]

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Ein „angemessenes“ Begräbnis

205 Jahre lang, konkret von 01.01.1812 bis 31.12.2016 hat der Gesetzgeber in § 549 ABGB vorgesehen, dass „zu den auf einer Erbschaft haftenden Lasten … auch die Kosten für das dem Gebrauche des Ortes, dem Stande und dem Vermögen des Verstorbenen angemessene Begräbniß“ gehören. Mit dem Erbrechtsänderungsgesetz 2015 wurde zwar der Text modernisiert, die Regelung […]

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ACHTUNG! Neue Verjährungsfristen für Erb- und Pflichtteilsansprüche!

Die Verjährung vernichtet potenzielle Erb- und Pflichtteilsansprüche unwiederbringlich. Umso bedeutsamer ist es für alle Beteiligten, die gesetzlichen Fristen zu kennen und taktisch im Auge zu behalten. Sie zwingen Anspruchsberechtigte, sich entweder mit den Erben und den von der verstorbenen Person zu Lebzeiten Beschenkten rechtzeitig zu arrangieren oder ihre Forderungen eben bei Gericht durchzusetzen. Umgekehrt sind […]

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Pflegevermächtnis ab 2017 auch für Lebensgefährten!

Paare benötigen zunehmend keinen Trauschein mehr, um ihr (Patchwork-) Familienglück zu komplettieren. Im Alltag funktioniert das Zusammenleben meistens mit und ohne Ehe oder eingetragener Partnerschaft gleichermaßen. Erst wenn sich Unglücksfälle ereignen oder wichtige Belange zu klären sind, treten die immer noch bestehenden rechtlichen Defizite einer Lebensgemeinschaft zutage. Das ist zwar längst nicht mehr zeitgemäß, zeigt […]

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Lebensgefährten im Erbrecht ab 2017

Der Umgang mit Lebensgefährten fällt Juristen traditionell schwer, weniger weil es ihnen an romantischer Begabung mangelt, sondern vielmehr weil sich derart formlose Arrangements beharrlich einer klaren rechtlichen Einordnung entziehen. Die hölzern ungelenk anmutenden Versuche, diese Lebensform in Gerichtsurteilen oder Fachbeiträgen begrifflich zu konkretisieren, sind zwar durchaus amüsant zu lesen, aber im Ergebnis nicht viel mehr […]

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