Stichwort Archiv: "Gerichtskommissär"

Darf im Verlassenschaftsverfahren „geschwindelt“ werden?

Kurze Antwort: „Natürlich nicht, aber es wird!“ Die Versuchung scheint offenbar allzu groß und die Gefahr ertappt zu werden eher klein. Eine Untertreibung hier, ein „vergessener“ Vermögenswert dort, komplettiert durch eine geradezu epidemische Tendenz zur Schönfärbung historischer Begebenheiten begegnen dem Erbrechtspraktiker faktisch in nahezu jedem Verlassenschaftsverfahren. So werden aus Verwahrungs- oder Verwaltungsaufträgen plötzlich großzügige Schenkungen […]

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Was ist eine „einfache“ Bestattung?

Der Umgang mit dem Körper eines verstorbenen Menschen und aller damit zusammenhängenden Zeremonien wird vom Gesetzgeber mit den an sich gleichbedeutenden Begriffen „Bestattung“ oder „Begräbnis“ zusammengefasst. Kosten für ein „angemessenes“ Begräbnis gehören nach § 549 ABGB „zu den auf einer Erbschaft haftenden Lasten“. Von einer „einfachen Bestattung“ oder einem „einfachen Begräbnis“ ist immer dann die […]

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Keine Ähnlichkeit zum Verstorbenen!

„Im Verlassenschaftsverfahren fand am 2. 4. 2014 beim Gerichtskommissär eine Tagsatzung statt, in der die Klägerin der Beklagten erstmals gegenüberstand. Dabei konnte sie keine Ähnlichkeit der Beklagten mit dem aus dem persischen Raum stammenden Verstorbenen feststellen.“ So lautet eine Sachverhaltspassage aus der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 30.08.2016, 1 Ob 121/16z, Zak 2016/663, 352, zur […]

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Vaters Häuschen und der Töchter Erbschaft

§ 21 ABGB normiert ganz unmissverständlich: „Minderjährige und Personen, die aus einem anderen Grund als dem ihrer Minderjährigkeit alle oder einzelne ihrer Angelegenheiten selbst gehörig zu besorgen nicht vermögen, stehen unter dem besonderen Schutz der Gesetze.“ Danach haben sich alle zu richten und speziell jene Personen, denen die Obsorge über Kinder oder die Sachwalterschaft für […]

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Ein Zettel mit der Überschrift „Testament“

Die Fürsorglichkeit potenzieller Erben im Umgang mit der Errichtung und Bewahrung letztwilliger Verfügungen zu ihren Gunsten ist kaum zu überbieten. Sie erstreckt sich nicht selten auch auf medizinische Diagnosen und rechtliche Expertisen, wenn es darum geht, dem künftigen Erblasser später die Testierfähigkeit oder seinen handschriftlichen Aufzeichnungen jedwede Testamentstauglichkeit abzusprechen. Lästigerweise ist dieser Hang zur Privatbegutachtung […]

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